URL Galleries! Bild-Pornos sind heutzutage fast schon eine aussterbende Kunstform. Sicher, auf den meisten Studio-Websites findet man zwar noch Galerien, doch es scheint, als würden die meisten Seiten diesem Bereich nur noch wenig Beachtung schenken – fast so, als wäre er bloß ein nachträglicher Einfall. Die goldene Ära der Foto-Pornos scheint vorüber zu sein; stattdessen haben sich alle Welt auf die unterschiedlichsten Multimedia-Formate verlagert – von abendfüllenden Spielfilmen über Videos mittlerer Länge und kurze Clips bis hin zu Virtual-Reality-Erlebnissen.
Dennoch gibt es nach wie vor einige Enthusiasten und Websites, die genau jene klassische Art des Pornokonsums pflegen, die einst so geschätzt wurde. Und seit der explosionsartigen Zunahme an Amateur-Uploads – da heutzutage so gut wie jeder über HD-fähige Aufnahmegeräte verfügt – gibt es sogar spezielle Foto-Porno-Seiten. Diese haben sich darauf spezialisiert, eine Plattform für Nicht-Profis bereitzustellen, die ihren Körper präsentieren und dabei gleichzeitig etwas Geld verdienen möchten.
Falls dich das interessiert – sei es als Betrachter oder als jemand, der selbst Inhalte hochladen möchte –, dann ist URL Galleries genau das Richtige für dich.
Ein Klassiker, der nichts von seinem Reiz verloren hat
Pornos sind fast so alt wie das Internet selbst. Tatsächlich bin ich mir ziemlich sicher, einmal einen Online-Bericht darüber gelesen zu haben, wie Tim Berners-Lee bereits in den frühen Neunzigern mit Hugh Hefner darüber sprach, eine Porno-Website für ihn einzurichten. Wie dem auch sei: Die Porno-Branche hat sich seit den Anfängen des Internets in Wellen entwickelt, und eine meiner absoluten Lieblingsphasen war die Mitte der 2000er-Jahre.
Sicher, HD-Auflösung war damals noch kein Thema, und das Puffern von Videos stellte für die meisten Computer noch ein echtes Problem dar – doch die Porno-Bilder waren schlichtweg großartig. Im Gegensatz zu den „dunklen Zeitaltern“ des Internets (alias den Neunzigern) – als Bilder noch mühsam und abschnittsweise geladen wurden – waren die Download-Geschwindigkeiten für Fotos in jener Ära blitzschnell. Und einige kreative Internet-Unternehmer nutzten diese neue Technologie, um allerhand spannende neue Porno-Seiten ins Leben zu rufen.
Eines dieser mutigen, prall gefüllten Experimente ist URL Galleries. Und trotz ihres fortgeschrittenen Alters bietet die Seite sowohl für Voyeure als auch für Exhibitionisten genau das Richtige. Wenn du Antworten auf all deine Fragen suchst – wer, was und warum –, dann lies einfach weiter.
„Lohnt sich der Inhalt – oder anders gefragt: Taugt er zum Wichsen?“
Für all jene, die lieber zuschauen, lautet die Antwort ganz klar: Ja, diese Seite ist wirklich klasse. Da es die Seite nun schon seit einem ganzen Jahrzehnt gibt, finden sich dort unzählige Beiträge – sowohl von Amateuren und Profis als auch von jenen aufstrebenden Frauen, die irgendwo dazwischen angesiedelt sind. So sehr ich schlüpfrige Inhalte auch mag, ich hatte schlichtweg nicht die Zeit, mir jede einzelne Seite anzusehen. Ich meine, mal ehrlich: Es gibt dort über 78.000 (!) Seiten, jede davon mit etwa einem Dutzend Galerien, die wiederum Dutzende oder gar Hunderte von Fotos enthalten.
Aber ich habe mir wirklich redlich Mühe gegeben, mir einen Großteil davon anzuschauen.
Nach allem, was ich gesehen habe, gibt es dort Blondinen, Brünette, schwarzhaarige und rothaarige Mädels – wobei die meisten untenrum rasiert sind; eine „Feuerstelle“ (natürliche Schambehaarung bei Rothaarigen) sucht man hier also meist vergebens – sowie Frauen jeder ethnischen Herkunft. Zwar bestand die ursprüngliche Idee darin, Amateuren eine Plattform zu bieten, um ihre Pornokarriere anzukurbeln, doch im Laufe der Jahre haben sich auch etliche Profis und Semi-Profis auf der Seite angemeldet.
Doch ganz gleich, welche Art von Mädel man bevorzugt: Es gibt dort jede Menge heißer Schnitten zu bestaunen. Denn bei einem Fotoset kommt es nicht nur auf den Typ der Frau an, sondern auch darauf, was sie gerade treibt. Hier werden alle erdenklichen Posen und Szenarien gepostet – darunter auch einige, die ich mir zuvor nicht einmal hätte ausmalen können.
Manche Mädels geben sich eher konservativ und lassen sich in einem typischen Studio-Setting ablichten, während sie sich entkleiden und selbst befriedigen; andere wiederum werden kreativer und lassen sich an Stränden, in Büros oder in noch exotischeren Umgebungen fotografieren. Und apropos exotisch: Die Kostüme, die diese Damen tragen, die Art und Weise, wie sie sich ihrer entledigen, und die Sexspielzeuge, mit denen sie hantieren – das alles wird dafür sorgen, dass dir im wahrsten Sinne des Wortes beide Köpfe explodieren. Ich möchte dir nicht alles vorwegnehmen, damit du es selbst entdecken kannst; aber um dir schon mal eine Vorstellung davon zu geben, worauf du dich freuen darfst: Es gibt dort sogar Fotosets mit hochschwangeren Frauen.
Wenn du auf eine Galerie klickst, öffnet sich eine riesige Sammlung von Fotos, die du dir allesamt als Vorschaubilder (Thumbnails) anzeigen lassen kannst. Dabei hast du die Möglichkeit, die Anzahl der pro Seite angezeigten Vorschaubilder anzupassen – von 10, 25 oder 50 Stück bis hin zu satten 1.000 Bildern pro Seite!
Mach nur nicht den Fehler, auf ein einzelnes Foto zu klicken, um dir eine vergrößerte Ansicht (Close-up) anzusehen. Denn dann wirst du von der Seite weg auf eine Webcam-Plattform oder irgendeine andere Spam-Seite weitergeleitet. Und nein: Bei den Seiten, auf denen du dann landest, handelt es sich leider nicht um weiteres „Futter“ für deine Selbstbefriedigung mit demselben Model.
„Wie funktioniert das?“
Für diejenigen unter euch, die sich etwas dazuverdienen wollen – oder bereits etablierte, aufstrebende Sternchen sind –, ist URL eine großartige Seite, der man beitreten kann. Sobald euer Konto eingerichtet ist und ihr eine Partnerschaft mit der Schwesterseite von URL Galleries eingegangen seid, erhaltet ihr jedes Mal Geld, wenn jemand eure Seite besucht.
Wie gelangen die Besucher dorthin? Ihr postet Nacktbilder auf URL Galleries und fügt per Copy-and-Paste einen Link zu eurem eigenen Blog oder eurer Website – oder der eines anderen – ein. Die Schwesterseite von URL Galleries, URL Cash, schaltet ihre Werbeanzeigen auf genau diesen Seiten; sobald die Links platziert sind, könnt ihr euch auszahlen lassen.
Nur ein kleiner Tipp an alle Männer, die vielleicht mit dem Gedanken spielen, ihr Glück zu versuchen und sich selbst auf URL Galleries zu bewerben: Lasst es bleiben! Ich habe es versucht, und anscheinend ist dies eine Plattform, die ausschließlich Frauen vorbehalten ist – und schon gar nicht wollen sie dort irgendwelche „verschrumpelten Vier-Zoll-Gurken“ oder Ähnliches zu sehen bekommen.
Die Mistkerle. Erstens sind es viereinhalb Zoll. Und alles, was ich wollte, war doch nur, mein bestes Stück bei ein paar verzweifelten russischen Bräuten zu bewerben, die sich die „Ware“ – und meinen PayPal-Account – erst einmal ansehen wollten, bevor sie sich mit mir treffen. Jetzt wird sich wohl keine einzige von ihnen jemals wieder bei mir melden.
„Kann ich hier Geld verdienen?“
Wie gesagt, ich durfte nicht allzu lange auf URL Galleries posten, bevor ich rausgeworfen wurde; daher bin ich mir nicht ganz sicher. Ich weiß jedoch, dass es dort buchstäblich Zehntausende von Nutzern gibt, die Inhalte posten – es muss also zumindest für einige von ihnen lukrativ sein.
Und anstatt mühsam eure eigenen Statistiken und Klickzahlen überprüfen zu müssen, übernimmt URL Cash die gesamte Nachverfolgung für euch. Das Einzige, worum ihr euch also noch kümmern müsst, ist das Posten von Bildern – und das große Geldverdienen.
Tatsächlich könnt ihr euch laut der Schwesterseite von URL Galleries täglich auszahlen lassen und dabei aus einer ganzen Reihe von Kanälen wählen: ALERT PAY, Web Money, PayPal, Liberty Reserve oder auch eine klassische Banküberweisung. Und das Beste daran: Hier handelt es sich nicht um irgendeinen „Pay-to-Play“-Unsinn – die Registrierung ist absolut kostenlos.
„Wie kontaktfreudig sind die Nutzer?“
Wenn ihr URL Galleries zum ersten Mal besucht, werdet ihr schwören, dass die Seite den Eindruck einer äußerst aktiven Community erweckt. Und … damit läget ihr völlig falsch. Als jemand, der quasi im Cyberspace lebt, verbringe ich den Großteil meiner sozialen Zeit online. Wenn ich mir also eine Website ansehe – insbesondere eine NSFW-Seite, auf der ich viel Zeit verbringe –, achte ich ganz genau auf die sozialen Funktionen. Doch leider gibt es hier keinerlei Möglichkeit, mit den Models zu interagieren oder ihnen Feedback zu geben.
„Auf welche Weise findet man hier Fap-Material?“
Angesichts zehntausender Seiten und einer schier unendlichen Menge an Inhalten, zu denen man sich einen runterholen kann, sollte eine Seite wie diese über eine vernünftige Suchmaschine und einige zusätzliche Filterfunktionen verfügen. Schließlich befinden wir uns bereits tief im 21. Jahrhundert – da sollte man doch meinen, dass so etwas mittlerweile zum Standard gehört, oder?
Nun, offenbar hat nicht jeder Webmaster diese Entwicklung mitbekommen; denn die Suchfunktionen auf „URL Galleries“ scheinen auf dem Stand von etwa 2005 stehengeblieben zu sein.
Fairerweise muss man sagen: Die integrierte Suchmaschine funktioniert an sich ganz ordentlich und liefert tatsächlich die gewünschten Ergebnisse – zumindest manchmal. Das Problem ist jedoch: Bei derart vielen Beiträgen – von denen nur ein Teil mit Schlagwörtern versehen ist – sollte es eigentlich mehr Möglichkeiten geben, gezielt nach bestimmten Inhalten zu suchen. Tatsächlich lassen sich die Galerien aber lediglich nach Relevanz oder nach dem Datum ihrer Veröffentlichung sortieren.
Andererseits gibt es einen Kategorienbereich, der die Suche nach bestimmten Inhalten erleichtert und neben den üblichen Rubriken auch einige eher ungewöhnliche Bereiche bietet. Um Ihnen eine Vorstellung davon zu geben: Es gibt Kategorien wie „Downblouse“, „Celeb-Oops“, „Lactating“, „Gothic“ und sogar eine Rubrik namens „Mixed-Content“. Doch angesichts der schieren Fülle an Inhalten auf dieser Seite müsste eigentlich die gesamte Website konsequent mit Schlagwörtern (Tags) versehen werden, um das Auffinden von Material wirklich zu erleichtern.
„Nutzt man die Seite besser am Desktop oder auf dem Smartphone?“
Trotz der genannten Mängel war ich von der mobilen Version der Seite positiv überrascht. Da „URL Galleries“ bereits lange vor dem Zeitalter der Smartphones und Tablets entstanden ist und seither kaum nennenswerte Updates erhalten hat, war ich eigentlich davon ausgegangen, dass die mobile Version ein absolutes Desaster sein würde.
Doch erstaunlicherweise scheint die mobile Version recht ordentlich zu laufen. Man muss allerdings in Kauf nehmen, dass man weiterhin mit einer Unmenge an nervigen Pop-ups bombardiert wird – Android-Nutzer sollten daher unbedingt für einen guten Virenschutz sorgen. Insgesamt läuft die mobile Website etwa genauso gut (oder eben genauso holprig) wie die Desktop-Version.
„Gibt es etwas, worauf ich achten sollte?“
Das größte Problem bei dieser Seite – wie bei unzähligen anderen Erotik-Seiten, die etwa zur gleichen Zeit entstanden sind – ist, dass sie nur so vor Werbung wimmelt. Im Ernst: In fast jedem zweiten Beitrag folgt eine Anzeige auf die nächste. Ich betone ja oft, dass es mich überhaupt nicht stört, wenn Webentwickler ein bisschen Geld verdienen wollen; aber alle zwei oder drei Beiträge immer wieder dasselbe schlecht platzierte GIF zu sehen, ist dann doch etwas übertrieben.
Sie sollten sich ein Beispiel an Leuten wie mir und ThePornDude nehmen: Es gibt durchaus andere Wege, mit Nacktheit Geld zu verdienen, ohne dabei vom reinen Werbeumsatz abhängig zu sein. Und falls diese Leute ein paar Ratschläge brauchen: Schreibt mir einfach eine PN. Diejenigen (lies: Frauen), die mir dabei ein paar Tittenbilder schicken oder sich auf ein virtuelles World-of-Warcraft-Date mit mir einlassen wollen, werden natürlich bevorzugt behandelt.
„Wie würdest du diese Seite verbessern, MrGeek?“
Auch wenn sie zweifellos funktional ist, merkt man dieser Seite deutlich an, dass sie schon etwas in die Jahre gekommen ist. Zum einen gibt es auf keiner der Unterseiten eine durchgängige Hintergrundfarbe.
Auf der Startseite findet man eine angenehme Mischung aus strahlendem Weiß und einem sanften, komplementären Blauton; auf den Seiten der Fotogalerien hingegen muss man sich durch diverse Nuancen von Kotzgrün quälen – hier und da mit etwas Türkis durchsetzt, wohl um für Abwechslung zu sorgen. Das wirkte auf mich anfangs so irritierend, dass ich fast keine Lust mehr hatte, auf die nächste Galerie zu klicken – und das, obwohl das Mädel darauf echt heiß aussah.
Das Erste, was ich also tun würde, wäre, das Farbschema zu ändern. Außerdem würde ich eine einzigartige und gut lesbare – oder zumindest eine einheitliche – Schriftart verwenden. Ehrlich gesagt habe ich manchmal das Gefühl, diese Seite sei von zwei Schülern im Schnelldurchlauf zusammengezimmert worden, die völlig unterschiedliche Vorstellungen davon hatten, wie das Endergebnis aussehen sollte.
Wie ihr ja wisst, bin ich kein großer Fan von Werbung; deshalb muss ich mich auch diesmal wieder über die Pop-ups auslassen, mit denen man sich beim Navigieren auf der Seite herumschlagen muss. Und wenn man schon Bannerwerbung auf der Seite platziert, wäre es nett, wenn diese wenigstens sinnvoll angeordnet wäre. Im Ernst: Manche der Werbebanner wirken, als wären sie völlig wahllos und kreuz und quer über die gesamte Seite geklatscht worden.
Bei einer so alten Seite würde ich zudem einige neue Suchfunktionen implementieren, die über die reine Stichwortsuche und das Hinzufügedatum hinausgehen.
Zu guter Letzt ist die Tatsache, dass man nicht einfach auf ein Vorschaubild klicken kann, um direkt die Vollversion zu sehen, schlichtweg zum Aus-der-Haut-Fahren frustrierend. Dieser Teil der Seite muss unbedingt geändert werden.
Lohnt sich ein Besuch dieser Galerie?
Um ehrlich zu sein, ist diese Seite eine ziemliche Wundertüte: Ob sie einem gefällt oder nicht, hängt ganz vom eigenen Geschmack ab … und von der eigenen Geduld.
Positiv anzumerken ist jedoch: Mit Zehntausenden von Seiten, die jeweils Dutzende von Bildern enthalten, handelt es sich hier um eines der größten Archive für Pornobilder überhaupt. Und da jeden einzelnen Tag mehrere neue Galerien hochgeladen werden, gibt es immer wieder frisches Material zu bestaunen.
Andererseits wird man regelrecht mit Pop-up-Werbung, grellen Bannern und ablenkenden GIFs bombardiert – und läuft zudem Gefahr, sich eine ganze Menge Malware einzufangen. Obendrein ist die Seite … Muss dringend um bessere Suchoptionen erweitert werden.