Nude-Gals ist eine Website, die auf den ersten Blick etwas unaufgeräumt wirkt. Überall sind Bilder verstreut, und vieles sieht im Grunde nur nach einer Ansammlung von Werbebannern aus, die einem förmlich ins Gesicht springen. Es gibt nicht viele 2D-Hentai-Bilder; das hat mich anfangs etwas irritiert, aber ich habe mich davon nicht entmutigen lassen. Sobald man sich einen Moment Zeit genommen hat, um sich an das ganze Chaos zu gewöhnen, merkt man, dass diese Seite – für eine kostenlose Website – eigentlich ziemlich gut ist.
Ein ziemliches Durcheinander
Wenn man „nude-gals.com“ eingibt und die Eingabetaste drückt, landet man als Erstes auf der Startseite oder im Bereich „Neuestes“ (Latest) – und genau deshalb wirkt die Seite so chaotisch. Es gibt Videos, Fotos und ganz unten einen umfangreichen Textbereich, der einem alles Wissenswerte über die Seite verrät, bevor man tiefer in die Inhalte eintaucht. Natürlich hat man keine Lust, sich durch diesen ganzen Text zu wühlen – schließlich ist man aus ganz anderen Gründen hier –, aber es finden sich dort einige Details, auf die ich gar nicht erst eingehen werde. Wer will schon mit irgendjemandem „kommunizieren“, wenn man auf einer solchen Website unterwegs ist?
Na gut, manchmal habe ich tatsächlich Lust auf Kommunikation – aber dann geht es lediglich darum, die Twitter- oder Instagram-Seiten bestimmter Models zu finden, die ich mag, und sie so lange zu „cyberstalken“, bis sie mich heiraten wollen. Bisher ist das zwar noch nicht passiert, aber ich bin ja erst in meinen 30ern – ich bin also noch gar nicht wirklich bereit, sesshaft zu werden.
Die Betreiber aktualisieren die Seite sehr häufig. Wie bereits erwähnt, wirkt die Startseite – bzw. der Bereich „Neuestes“ – dadurch etwas chaotisch, da sämtliche neuen Inhalte (egal ob Videos, Fotos oder Sonstiges) zunächst dort gesammelt und in chronologischer Reihenfolge der Veröffentlichung angezeigt werden. Das ist natürlich großartig, wenn man auf dem Laufenden ist und gezielt nach einem bestimmten Video oder Fotoset sucht; abgesehen davon kann es jedoch mitunter etwas nervig sein.
Keine Kosten – ein guter Tag
Ein großer Pluspunkt dieser Seite ist, dass man nichts bezahlen muss. Das kommt mir sehr gelegen, denn so wird der Geldbeutel meiner Mutter geschont. Wann immer ich eine Paywall-Seite teste, ist es meistens meine Freundin, die die Mitgliedschaft bezahlt – daher gibt es Bonuspunkte für Seiten wie diese hier, deren Nutzung kostenlos ist. Die Kehrseite der Medaille ist jedoch, dass man auf dieser Seite mehr als nur eine „faire Menge“ an Werbung zu sehen bekommt. Mir gefällt das zwar nicht, aber irgendwie müssen die Betreiber ja Geld verdienen; und wenn die Nutzer nicht für den Zugang zahlen, bleibt ihnen eben nur die Finanzierung durch Werbung. Mich haben sie nur ein paar Mal erwischt – und zwar immer dann, wenn sie Werbung für Penisvergrößerungen eingeblendet haben. Ich habe es schon an anderer Stelle erwähnt: Ich klicke diese Anzeigen nicht für mich selbst an, sondern lediglich für einen Freund, der Probleme mit seiner Größe hat. Fragt ruhig meine eigene Mutter, falls ihr mir nicht glaubt – ich bin da unten definitiv überdurchschnittlich gut bestückt.
Scrollt einfach an dem ganzen Chaos auf der Startseite vorbei und werft einen Blick auf die verschiedenen Schaltflächen am oberen Rand. Natürlich ist die ganz linke Option – „Latest“ (Neuestes) – bereits hervorgehoben; es gibt dort jedoch noch einige weitere Buttons, die jeweils zu einem eigenen Bereich führen. Mein persönlicher Favorit ist der Fotobereich. Es hat einfach etwas für sich, die Mädels in einem einzelnen Standbild eingefangen zu sehen – das erinnert mich stark an meine große Liebe: japanischen 2D-Hentai.
Wenn man aus dem Vergleich zwischen dem Foto- und dem Videobereich eine einzige Schlussfolgerung ziehen kann, dann diese: Beide Bereiche bieten zwar eine Fülle an Inhalten, doch im direkten Vergleich erweist sich der Fotobereich definitiv als der bessere. Ich bin da natürlich etwas voreingenommen, denn – wie gesagt – Hentai ist genau das, was mich nachts im Keller meiner Mutter wachhält. Gezeichnete japanische 2D-Babes bringen mich erst so richtig in Stimmung, und der Fotobereich kommt diesem Ideal auf dieser Seite am nächsten. Das ist jedoch nicht der einzige Grund, warum dieser Bereich der bessere ist.
Die Videos sind eine Lüge
Das große Manko des Videobereichs besteht darin, dass man dort im Grunde nichts weiter findet als eine Ansammlung von ein- bis zweiminütigen Clips, bei denen es sich lediglich um Trailer für die eigentlichen, vollständigen Szenen handelt. Ich habe schon öfter von diesem Phänomen gehört: Es gibt unzählige Hentai- und Doujin-Seiten, die untereinander vernetzt sind und gegenseitig ihre Inhalte auf der jeweils eigenen Plattform veröffentlichen. Genau das läuft hier ab: Nude-Gal ist eine Website, auf der Teaser-Trailer zu Pornoszenen gepostet werden. Wenn dir der Trailer also nicht genug bietet, scrollst du nach unten und klickst auf den Link zu der Website, auf der das vollständige Video zu finden ist. Oft führt dieser Link zudem auf eine Paywall-Seite – ein dicker Minuspunkt in meiner persönlichen Bewertung. Ich bin auf dieser Website gelandet, weil ich dachte, das Angebot sei kostenlos. Ich kann meine Mutter schließlich nicht ständig dazu überreden, mir all meine Anime-Figuren und Abonnements für diverse Pornoseiten zu kaufen. Sie muss mir ja auch noch Lebensmittel und andere Dinge besorgen, die ich tatsächlich brauche.
Fotos – Versuch’s mal mit den Fotos
Erwarte also nicht allzu viel von der Video-Rubrik; wirf stattdessen lieber einen Blick auf den Fotobereich. Die Mädels dort sind absolute Spitzenklasse, und es gibt eine tolle Auswahl, an der du dich erfreuen kannst. Dabei handelt es sich auch nicht bloß um Amateure, die sich selbst mit der Kamera filmen. Wie bereits erwähnt, erfolgen tägliche Updates; zum Zeitpunkt der Verfassung dieses Textes gab es allein für den Monat August bereits 42 professionelle Fotoshootings, die du dir ansehen kannst. Auch wenn es sich dabei vielleicht nicht um meine himmlischen Anime-Waifus handelt, sind es doch erstklassige Frauen, die einen Platz in deinem Herzen verdienen – genau die Art von Mädels, die man sonst an der Seite von „ThePornDude“ oder ähnlichen Größen sehen würde.
Ein weiterer Nachteil dieser Seite, der einem bei näherer Erkundung auffällt, ist die schiere Textflut – und das nicht nur auf der Startseite des Bereichs „Latest“. Wenn man in den einzelnen Rubriken nach unten scrollt, stößt man überall auf eine riesige Textwand, die erklärt, warum dieser spezielle Bereich existiert und worum es darin eigentlich geht. Wer hierher oder zu „ThePornDude“ gefunden hat, hat offensichtlich bereits alles Wissenswerte über die Seite gelesen; noch mehr Text auf einer Website dieser Art hilft also niemandem weiter.
Das Gleiche gilt für den Blog-Bereich, der ganz rechts neben den anderen Rubriken-Titeln im oberen Menü zu finden ist. Es ist eben ein Blog – vollgestopft mit Text. Zwar dreht sich auch dieser um das Thema Pornografie, doch besteht er im Wesentlichen aus langen Textbeiträgen – und genau danach sucht auf einer solchen Seite niemand. Verstehen Sie mich nicht falsch: Ich kann durchaus Gefallen an einem guten Blog über Hentai oder „Hug Pillows“ finden – vielleicht sogar an Beiträgen über die Freuden und Vorzüge des „Brony“-Daseins. Doch der Blog-Bereich auf dieser Website ist für die Nutzer völlig nutzlos; es ist ein Rätsel, warum er überhaupt noch existiert.
Nicht einmal Links vorhanden
Der Bereich „Live Sex“ ist im Grunde eine völlige Mogelpackung. Dort sind lediglich drei externe Websites aufgelistet, die man besuchen kann, wenn man Camgirls zuschauen möchte. Es gibt dort jedoch nicht einmal direkte Links zu diesen Seiten – ein weiterer Bereich also, bei dem man sich unweigerlich fragen muss, welchen Sinn er eigentlich erfüllen soll. Der Reiter „Sites“ verdeutlicht einmal mehr, dass ein Großteil dieser Website eigentlich nur dazu dient, Werbung für andere Pornoseiten zu machen und auf diese zu verlinken. Dieser spezielle Bereich dient dabei lediglich als Filterhilfe, um die unzähligen Fotoshootings zu durchsuchen, die auf der Seite angeboten werden. Es gibt hier eine schier überwältigende Menge an Inhalten zu sichten – doch bei keinem einzigen davon handelt es sich um Originalmaterial, das direkt von „Nude-Gal“ stammt.
Wann immer ich meine bevorzugten Pornoseiten durchstöbere – meist auf der Suche nach Hentai oder anderen japanisch inspirierten Kategorien mit Bildern schöner nackter Frauen –, ist es für mich stets eine Erleichterung, wenn ich irgendwo im oberen Bereich der Seite eine Suchleiste entdecke. Eine Website, die eine Fülle an Video- und Fotomaterial bietet, ist eigentlich nur bedingt brauchbar, wenn sie dem Nutzer nicht die Möglichkeit gibt, gezielt nach dem zu suchen, was er sehen möchte – denn genau das, dem Nutzer die gewünschten Inhalte zu präsentieren, ist schließlich ihre eigentliche Aufgabe. Auch wenn ich hier weder animierte Comic-Girls noch Hentai-Waifus finde: Die Tatsache, dass die Betreiber an die Integration einer Suchleiste gedacht haben, beweist, dass zumindest irgendjemand bei der Erstellung dieser Seite wusste, was er tat.
Fazit
Ich werde nun nicht so tun, als wäre Nude-Gal eine Seite, die ich künftig regelmäßig besuchen werde. Das Farbschema wirkt ziemlich eintönig, und obwohl es hier reichlich „Wife Material“ gibt – insbesondere für Männer, die sich eine Partnerin wünschen, die im Pornogeschäft ihr Geld verdient, um sie finanziell zu unterstützen –, sind die Inhalte keineswegs exklusiv oder originell. Bei den Videos handelt es sich zudem lediglich um Clips und Trailer, die dazu dienen sollen, den Nutzer auf externe Seiten weiterzuleiten, auf denen er dann womöglich zur Kasse gebeten wird. Der Fotobereich ist hingegen durchaus gelungen; dort findet man genau das, wonach man sucht. Dennoch lohnt es sich, der Seite eine Chance zu geben – sie ist zumindest halbwegs brauchbar.