Ich verbringe unglaublich viel Zeit mit Pornos. Wahrscheinlich mehr als du oder irgendjemand, den du kennst. Man könnte sogar behaupten, dass ich ungesund viel Pornos online konsumiere. Ich weiß nicht, ob es so etwas überhaupt gibt, aber ich bin mir sicher, irgendein verklemmter Arzt oder ein schriller, gefühlskalter Psychiater würde das behaupten. Okay, vielleicht denke ich da zufällig an einen ganz bestimmten schrillen, gefühlskalter Psychiater.
Stimmt, meine Therapeutin meinte, ich würde viel zu viel Porno gucken. Unglaublich, oder? Sie sagt, ich hätte ein Problem. Dass ich zwanghaft Pornos schaue, um viel tiefer liegende Probleme zu verdrängen oder mich davon abzulenken. Ich hab ihr gesagt, sie kann mir einen blasen. Na ja, nicht direkt ins Gesicht, natürlich. Ich hab’s ihr nur in Gedanken gesagt. Und als ich dann nach Hause kam, hab ich extra für sie einen runtergeholt. Sozusagen eine Hommage. Ihr kennt das bestimmt (egal, ob ihr es mögt oder nicht)… aber für alle, die es nicht kennen: Man druckt ein Foto von jemandem aus (meistens von einem Promi) und filmt sich dabei, wie man über das Gesicht der Person ejakuliert.
Das ist in vielen Foren, in denen ich unterwegs bin, ziemlich beliebt. Ich selbst bin nie so weit gegangen. Aber als meine Therapeutin mir sagte, dass meine Masturbation problematisch sei und dann auch noch die Frechheit besaß, mir vorzuschlagen, meinen Pornokonsum einzuschränken … oh, da bin ich ausgerastet. Und dann, wie sich herausstellte, war sie ganz wütend!
Ich habe meinen Tribut an sie in einem meiner Lieblingsforen gepostet, und alle dort haben mich unterstützt. Sie waren alle so verständnisvoll. Das macht mich so dankbar für das Internet … die Tatsache, dass ein einsamer Kerl wie ich sich mit anderen einsamen Kerlen über solche Tribut-Videos austauschen kann. So entstehen lebenslange Freundschaften, die sonst vielleicht nie zustande gekommen wären. Ich wollte ihr das Tribut-Video wirklich gerne schicken und sie nie wieder besuchen, wie mir einer meiner Online-Freunde geraten hatte, aber ich bringe es einfach nicht übers Herz.
Außerdem brauche ich sie … mittlerweile kennt sie mich besser als jeder andere auf der Welt. Und wir arbeiten an meiner lähmenden sozialen Angst (was mir langfristig vielleicht sogar mal helfen könnte, Sex zu haben). Also, unterm Strich überwiegen die Vorteile deutlich. Ich kann es immer noch nicht fassen, dass sie mir tatsächlich vorgeschlagen hat, meinen Pornokonsum einzuschränken. Ha! Was für ein Witz.
Ein ganz neues Ich
Vor ein paar Jahren hätte ich wahrscheinlich einfach alles getan, was sie mir gesagt hat. Ich war machtlos. Vor allem gegenüber attraktiven Frauen in Führungspositionen (und für eine ältere Frau ist sie wirklich sehr attraktiv). Das war allerdings ein anderes Ich, bevor ich den Pornodarsteller entdeckt habe, der zu meinem Helden geworden ist. Ein Held, den ich noch nie persönlich getroffen habe. Und doch fühle ich mich ihm so vertraut. Als wäre er einer meiner ältesten Freunde. Ich schätze, das ist die Macht des geschriebenen Wortes.
Er ist so selbstbewusst, so cool und lässig … durch seine Rezensionen habe ich beschlossen, selbst Pornorezensionen zu schreiben. Und indem ich ihn und seine coole Art nachgeahmt habe, bin ich, glaube ich, etwas willensstärker geworden. Zumindest so weit, dass ich, anstatt nur auf den Rat meiner Psychiaterin zu hören, jetzt Videos mache, in denen ich auf ihr Bild ejakuliere. Ist doch was, oder? Hey, man muss ja irgendwo anfangen, Freunde!
Also, zurück zum ständigen Pornogucken! Was heutzutage aber meiner Meinung nach viele vergessen haben, ist, dass es nicht immer nur Videos sein müssen. Dank der jüngsten technologischen Fortschritte und der Tatsache, dass wir innerhalb von Sekunden auf jeden Pornofilm der Welt zugreifen können, ist es für die meisten Männer wohl zur Standardeinstellung geworden, sich einfach Videos anzusehen. Und heute habe ich einen Vorschlag, der vielleicht etwas kontrovers ist: Ab und zu sollte man sich auch mal Bilder ansehen… Ich verspreche euch, es lohnt sich.
Es ist wichtig, die Fantasie anzuregen! Glaub mir. Wenn du dir zu einem Bild einen runterholst, musst du dich viel mehr in die Situation hineinversetzen (haha) als beim Anschauen eines Videos – eher passiv, zurücklehnen, entspannen und den Porno die Arbeit machen lassen. Bei einem Bild musst du dir deinen Orgasmus erarbeiten. Und das ist gut so … dadurch fühlt sich der Höhepunkt umso besser an, als hättest du ihn dir wirklich verdient. Es gibt nichts Schöneres als ein kühles Bier nach einem harten Arbeitstag, oder? Nun, sich zu einem Standbild einen runterzuholen, ist das pornografische Äquivalent dazu.
Die Wikipedia der Pornografie?
Eine Website mit einem riesigen Archiv an Galerien von Pornostars ist Babepedia, ein Verzeichnis von Pornostars. Genau diese Seite werden wir uns heute genauer ansehen. Babepedia positioniert sich selbst als das Wikipedia der Frauen und hat definitiv einiges zu bieten. Aber ist sie Wikipedia genug ähnlich, um diesen Vergleich zu rechtfertigen? Nun, schauen wir uns das mal an und finden es heraus.
Schon beim Besuch der Babepedia-Startseite mag man etwas überrascht sein … besonders, wenn man in den letzten zehn Jahren (dem Jahrzehnt der Gratis-Pornovideos) an Seiten wie Pornhub oder RedTube gewöhnt war. Babepedia hingegen ist deutlich dezenter. Viel weniger aufdringlich und direkt. Kurz gesagt: stilvoller. Vor einem sanften orangefarbenen Hintergrund erstrahlen die Bilder sexy Pornostars in ihrer ganzen Schönheit und mit ihrem unverfälschten Sexappeal auf dem Bildschirm. Der Blick fällt dabei sofort auf die Rubrik „Neueste Galerien“. Und falls Sie sich das gefragt haben: Täglich kommen vier neue Galerien hinzu … Ihnen werden die tollen Pornostar-Bilder auf dieser Seite also garantiert nicht ausgehen.
Darüber befindet sich die Menüleiste der Website, über die Sie die Seite anhand folgender Optionen durchsuchen können: Startseite, Blog, Babe-Grid, Listen, Zufälliges Babe, Zufällige Galerie, Top-VR-Seiten und Sexpartner. Was mir an dieser Seite besonders gefällt, ist ihre Mischung aus vielen anderen Website-Typen. Sie ist teils Pornoseite, teils Pornostar-Verzeichnis und teils Blog. Auch der Blog ist wirklich sehr interessant zu lesen, was ich definitiv nicht von jeder Pornoseite im Internet behaupten kann.
Mangelhaftes Website-Design, einige verpasste Chancen
Was mir allerdings gar nicht gefällt, ist das Design und Layout der Website. Da gibt es zum Beispiel ganz oben auf der Startseite, direkt zwischen der Menüleiste und der Liste der neuesten Galerien, eine Liste gesponserter Seiten. Das finde ich erstens unprofessionell, zweitens sieht es einfach nur schlecht aus. So eine willkürliche Textliste gleich am Anfang der Seite wirkt deplatziert. Definitiv kein guter erster Eindruck. Auch am linken Seitenrand befinden sich weitere Links in einer Liste. Mir ist da eindeutig zu viel Werbung.
Es scheint, als ob diese Seite neben der alphabetischen Liste eine einfachere Suchfunktion für Models bieten sollte. Meiner Meinung nach könnte jede Website von einer erweiterten Suche profitieren, insbesondere aber eine Seite wie diese, die sich auf die Archivierung aller schönen Frauen der Erotikbranche spezialisiert hat.
Ich finde es super, dass man Galerien kommentieren kann. Das ist echt klasse … Community-Funktionen sind auf so einer Seite immer gut. Aber das war’s dann auch schon. Es wäre toll, wenn man Galerien und/oder Models bewerten könnte, damit es eine Liste der Topmodels oder so etwas Ähnliches gäbe. Ich habe echt das Gefühl, dass auf dieser Seite noch viel ungenutztes Potenzial schlummert.
Alles in allem ist diese Seite gut für das, was sie ist: ein Blog und ein Archiv von Pornostars. Es gibt aber definitiv noch viel Verbesserungspotenzial. Schau doch mal bei Babepedia vorbei und bilde dir deine eigene Meinung!