3D Sex Villa 2 „Ever-Lust“! Ich verdiene meinen Lebensunterhalt damit, Pornos zu rezensieren – ihr könnt euch also vorstellen, dass ich dabei auf jede Menge abgefuckten Scheiß stoße. Und damit hättet ihr vollkommen recht; genau das tue ich. Zwischen Anal und Vaginal, zwischen erzwungen und unterwürfig, laufe ich immer wieder Webseiten über den Weg, bei denen einem das Blut in den Adern gefriert. Und für jede einzelne Seite, die ich bespreche, gibt es da draußen Millionen von Perversen unter euch, die genau das lieben, was diese Seiten bieten. Ich mache euch da keinen Vorwurf. Ich habe mir selbst schon zu tonnenweise abgefucktem Scheiß einen runtergeholt – und werde das in naher Zukunft wahrscheinlich auch weiterhin tun.
Doch hin und wieder stößt man auf etwas derart Abgefucktes – etwas so absolut Verdorbenes –, dass einem schlichtweg die Worte fehlen. Ich spreche hier nicht vom ultimativen Schock-Porno, wie etwa Snuff-Filmen aus den frühen 70ern, die vielleicht echt waren – oder auch nicht. Das würde ich als „Schummeln“ bezeichnen. Es ist ein Leichtes, irgendetwas Verdorbenes auszugraben und auf einer Tube-Seite hochzuladen.
Nein, ich spreche von jener Art von Schmuddelkram, für den Kreativität, Engagement und unzählige Arbeitsstunden nötig waren – einfach, weil irgendjemand irgendwo eine derart abgefuckte Vision hatte, dass er sie unbedingt in die Realität umsetzen musste. Genau das ist der Fall bei „3D Sex Villa“ – dem seltsamsten Machwerk, das ich in meinem gesamten Leben je rezensiert habe.
Was ist das Besondere daran?
Auf den ersten Blick ist „3D Sex Villa“ nichts weiter als ein Porno-Videospiel. Man könnte meinen, das sei völlig harmlos und „Vanilla“ – schließlich ist das Internet vollgestopft mit allerlei Flash-Games, in denen man jenes eine Mädchen aus dem Harry-Potter-Franchise flachlegen kann. Warum gerade sie? Wer weiß das schon. Sie ist halt populär.
Das wirklich Seltsame an „3D Sex Villa“ ist für mich jedoch, wie absurd riesig das Spiel ist – und wie viel kostenpflichtiger Zusatzinhalt darin steckt. Es handelt sich um ein sogenanntes „Freemium“-Spiel: Das bedeutet, es ist grundsätzlich völlig kostenlos – es sei denn, man möchte tatsächlich mehr als nur 1 % der verfügbaren Inhalte nutzen.
In der kostenlosen Version des Spiels bekommt man nicht einmal eine einzige der Sexszenen zu Gesicht – aber ich greife da wohl schon etwas vor.
Das Spielprinzip
Das Spiel ist eigentlich ziemlich simpel aufgebaut. Du hast eine visuelle Darstellung deines Charakters und kannst mit anderen Figuren im Spiel interagieren – bei denen es sich um NPCs handelt, die dort lediglich platziert wurden, damit du sie vögeln kannst. Soweit, so simpel.
Was mich jedoch wirklich auf die Palme bringt, ist die Tatsache, dass sich das gesamte Spielkonzept darum dreht, eine scheinbar unendliche Menge an Objekten an und auf den Charakteren anzuwenden, die du gerade flachlegst. Nehmen wir zum Beispiel an, du bezahlst für einen bestimmten Dildo, den du unbedingt ausprobieren willst. Du kannst diesen Dildo nehmen und ihn an einem Charakter benutzen, indem du deine Maus wild auf und ab reibst. Wie man die Charaktere im Spiel reiben soll, während man gleichzeitig den „Charakter“ in der eigenen Hose reibt, ist mir schleierhaft. Vielleicht erwarten die Entwickler, dass man ständig hin und her wechselt. Wie dem auch sei: Ich empfand es als eine absolut grauenhafte Erfahrung.
Ich weiß – noch einmal –, dass ich vielleicht etwas kleinlich klinge, aber das hier ist die Art von Schmuddelkram, die selbst echte Perverse wie „ThePornDude“ nicht mit der Kneifzange anfassen würden. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass ein Typ wie er seine Zeit mit einem Spiel verschwendet, das derart selbstverliebt ist.
Schlechtes Gameplay?
Nein, das Spiel hat weder schlechtes Gameplay noch ein schlechtes Design. Tatsächlich sieht es sogar ziemlich gut aus, und wenn du auf gezeichnete 3D-Titten stehst, kommst du hier definitiv auf deine Kosten. Ich beschwere mich lediglich darüber, dass das Spiel auf der Idee aufbaut, dass man immer wieder Geld zum Fenster hinauswirft – nur um dann seine Maus über das Mauspad zu reiben. Das kann man aber auch völlig kostenlos bei echtem Hentai machen; worin genau liegt also der Sinn?
Meiner Meinung nach ist dieses Spiel ein Relikt aus einfacheren Zeiten, als es noch keine hochwertigen Porno-Spiele gab. Heutzutage kann man einfach in die VR-Welt eintauchen – sofern man das entsprechende Headset besitzt – und so viele dreidimensionale Titten anfassen, wie man möchte.
Früher jedoch – als *3D Sex Villa* erstmals erschien (vermutlich noch unter einem anderen Namen) – war es eine der ersten echten 3D-Sex-Erfahrungen überhaupt. Es wurde damals als ein Erlebnis beworben, wie man es noch nie zuvor gesehen hatte. Es war ein technologischer Durchbruch – ganz im Dienste des Fappens. Und die 3D-Modelle der Mädels, die man im Spiel flachlegen kann, sind – gemessen am Jahr 2006 – wirklich fortschrittlich. Heutzutage halten sie einem Vergleich zwar nicht mehr wirklich stand, aber da es in diesem Bereich nach wie vor an echter Triple-A-Konkurrenz mangelt, gehören sie immer noch zu den besten 3D-Titten, die man finden kann.
Einige vereinzelte VR-Titel mögen hier und da als ernstzunehmende Konkurrenz gelten, doch im Allgemeinen verstehen die Köpfe hinter „3D Sex Villa“ ihre Community genau; so gelingt es ihnen, selbst im Jahr 2019 noch relevant zu bleiben – und das ganz ohne nennenswerte Änderungen am Spielkern.
Ich persönlich kann das zwar nicht ganz nachvollziehen – ich würde mich schließlich über alles freuen, wo Brüste zu sehen sind, da ich ein einsamer Versager bin, der den Großteil seiner Zeit vor dem Computer verbringt.
Die positiven Aspekte
Lasse ich meine persönlichen Gefühle zu „3D Sex Villa“ einmal beiseite, möchte ich nun versuchen, einige der positiveren Seiten des Spiels zu beleuchten und mich dabei in die Lage eines Spielers hineinzuversetzen, der genau diese Art von Erotik-Genre zu schätzen weiß. Zuallererst gewährt einem das Spiel völlige Freiheit, sich genau auf jene Weise zu vergnügen, die man selbst für am passendsten hält.
Zweitens: Wenn du bereit bist, für Inhalte zu bezahlen, steht dir eine Fülle an Material zum Kauf und zum Spielen innerhalb des Spiels zur Verfügung – sowie unzählige Charaktere, mit denen du buchstäblich herumvögeln kannst. Zudem bedient das Spiel eine Vielzahl von Fetischen, wie etwa BDSM; so kannst du spezifische Gegenstände aus dieser Nische verwenden und deine Charaktere nach Herzenslust versohlen.
Darüber hinaus schätze ich sehr, dass die Spiel-Engine so simpel gehalten wurde, dass sie auf jedem PC-System ab Windows XP läuft – also unter Windows 7, Windows 10 und vermutlich auch in Zukunft. Aufgrund meines Verständnisses von Spiel-Engines kann ich beurteilen, dass das Spiel sehr gut optimiert ist. Die Grafik ist anständig, erfordert aber keine besondere Hardware. Ich konnte das Spiel problemlos auf meinem alten Gaming-Laptop ausführen; es war ein absolut flüssiges Erlebnis.
Abschließend möchte ich anmerken, dass die Community, die dieses Spiel liebt, sehr unterstützend und respektvoll ist und fest zusammenhält. Sie organisiert regelmäßig Wettbewerbe und Aktivitäten füreinander und tauscht sogar Pornomaterial untereinander aus. Ihr Hauptaugenmerk scheint dabei auf dem Storytelling sowie der Erstellung von Inhalten für und innerhalb des Spiels zu liegen.
Die Benutzeroberfläche und die Website
Es gibt hier offensichtlich zwei separate Benutzeroberflächen (UIs), die ich analysieren muss. Zunächst wäre da das Spiel selbst. Es verfügt über eine äußerst benutzerfreundliche Oberfläche, die darauf ausgelegt ist, dich auf die unterhaltsamste Weise und so schnell wie möglich zum Vögeln und Blasen zu bringen. Sie ist schnell, reaktionsfreudig und funktioniert erstaunlich gut, wenn man bedenkt, wie gering die Systemanforderungen sind.
Die Benutzeroberfläche wirkt zudem sehr unaufdringlich. Zwar gibt es zahlreiche Anpassungsmöglichkeiten und eine Fülle nützlicher Menüs, doch sobald die eigentliche Action beginnt, befindet sich nichts mehr auf dem Bildschirm – abgesehen von genau jenen Dingen, die du benötigst, um die virtuellen „Bitches“ zu vögeln. Ich schätze es sehr, dass der verfügbare Bildschirmplatz hier optimal genutzt wird.
Die Website hingegen wirkt etwas überladener. Da sie eine Unmenge an Funktionen bietet, ist es kein Wunder, dass man sich dort anfangs nur schwer zurechtfindet. Zunächst einmal gibt es Links zu allen Spielen des Entwicklers – wobei der Fokus natürlich auf „3D Sex Villa“ liegt. Zudem gibt es einen News-Bereich, in dem du alles über die neuesten Patches und Updates nachlesen kannst. Es besteht zudem die Möglichkeit, XCoins zu erwerben – eine, wie Sie sich vielleicht schon gedacht haben, rein fiktive Währung des Spiels, mit der Sie In-Game-Gegenstände kaufen können.
Des Weiteren gibt es einen Support-Bereich, der einige Extras sowie eine „Gamerotica“-Datenbank bereithält; hier versammeln sich unzählige Community-Mitglieder, um fiktive Erotikgeschichten zu verfassen, die sie mit Screenshots aus dem Spiel illustrieren. Es wirkt fast so, als würden sie auf dieser Website ihre wildesten Fantasien ausleben und das Spiel dabei lediglich als visuelle Untermalung für die Geschichten nutzen, die sie sich ausdenken.
Fazit
Aus genau demselben Grund, aus dem mir das Testen von *3D Sex Villa* keinen Spaß bereitet hat, könnte Ihnen das Spielen jedoch durchaus gefallen. Es handelt sich hierbei nicht um ein gewöhnliches Videospiel, in das man einfach so einsteigen und das man spontan genießen kann – zumindest nicht länger als 30 Minuten, bevor man den Drang verspürt, es wieder zu löschen.
Vielmehr entfaltet das Spiel seinen wahren Reiz erst dann, wenn man tief in die Community eintaucht und gemeinsam mit anderen Mitgliedern beginnt, Fan-Fiction zu schreiben. Das Ganze ist beeindruckend – und zwar deshalb, weil die Community es beeindruckend macht. Die Mitglieder erstellen in Blender eigene 3D-Modelle, um diese – sowohl selbst als auch für andere Community-Mitglieder – für virtuelle Sexszenen zu nutzen und anschließend hochauflösende Bilder des Geschehens in den Foren zu veröffentlichen. Im Kern geht es um eine Gemeinschaft, die sich in der gemeinsamen Begeisterung für gezeichnete Erotik zusammenfindet. Auch wenn mich das Spiel an sich nicht unbedingt überzeugen konnte, so hat mich doch die Tatsache, mit welch tiefer Leidenschaft sich die Community diesem Titel widmet, vollkommen für sich eingenommen.